KAAW
Indem nun Franz noch uͤberlegte, auf welche Weiſe er ſie ſich wieder verſoͤhnen koͤn⸗ ne— denn dem Aberglaͤubigen ſchien ihr Zorn ſehr gefaͤhrlich— trat der Dorfbarbier Sabel zu ihm ein, verneigte ſich tief, ſei⸗ naeer gluͤcklichen Ruͤckkehr hocherfreut, und berei⸗
tete ſich geſchaͤftig, unter Mittheilung von mehr als hundert Dorfneuigkeiten, ſeine Kunſt, die ihn hierhergefuͤhrt, an ſeines Goͤnners Barte zu bewaͤhren. Doch kaum hatte er ſein Meſſer angeſetzt, als er, wie ſich ploͤtzlich beſinnend, inne hielt, und ſei⸗ ne Verwunderung ausdruͤckte, daß der Paͤch⸗ ter noch nicht angekleidet, da doch ſeine Braut in vergangener Nacht in aller Stille wieder angekommen ſey.
»Ja, jal« fuhr er fort, als Franz, Trotz ſeines eingeſeiften Bartes, vom Stuh⸗ le aufſprang und faſt mit beiden Beinen zu⸗ gleich in die Stiefeln fuhr, vich habe ſie ſelbſt ſchon am Fenſter geſehen, die lieb⸗ wertheſte Jungfrau Marie—« und indem er das vorletzte Wort ſcharf betonte, laͤchel⸗ te er geheimnißvoll und ſprach weiter:»ſie


