Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1830)
Entstehung
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11 NMUMAAAAN Traumbuch als die glaubwuͤrdigſten, hei⸗ ligſten Buͤcher in der Welt betrachtete. Da⸗ her kam es, daß Franz ſeine Landwirth⸗ ſchaft zwar ganz trefflich zu fuͤhren ver⸗ ſtand, ſich auch in dem kleinen Kreiſe, den ihm ſeine Lebensverhaͤltniſſe vorgezeichnet, wohl zu bewegen wußte, doch Alles, was daruͤber hinaus ging, ſchien ihm ein frem⸗

des Land, das er mit ſeinen Blicken nicht

durchdringen konnte. Darum blieb er auch gern in ſeiner einfoͤrmigen Bahn, und es fiel ihm gar nicht ein: daß ſich auch der kleinſte Verſtand durch zarte Bildung, Fleiß und Muͤhe ausdehnen und bereichern laͤßt. Es ging ihm gerade ſo, wie den uͤbrigen Bewohnern des Dorfes, denn ſo ſehr der wackre Pfarrer ſich auch bemuͤhte, ihr trock⸗ nes Hirn alle Sonntage mit kraͤftigen Wor⸗ ten einer geſunden Vernunftlehre durchzuak⸗ kern, blieb ſein Beſtreben doch unbelohnt, denn der gute Saamen, den er ausſtreute, fiel nieder auf einen verbrannten Haideboden, wo er nutzlos liegen blieb, oder elendiglich unter dem Unkraut erſtickte.