AWAVNNNN
gung, doch was ſie auch ergriff, blieb unvollendet und bald ſank ſie in einen Seſſel nieder, der im finſterſten Winkel des niedern Gewoͤlbes ſich be⸗ fand, ſtuͤtzte wehmuͤthig ihr Koͤpfchen in die linke Hand und bedeckte mit der Rechten ihr Antlitz, als ob ſie den Purpurſtrahlen der neuerwachten Sonne zu entfliehen ſtrebte, die Millionen Ge⸗ ſchoͤpfen neues Leben, neue Freuden, neue Hoff⸗ nungen, doch ihr, der Armen, neues Elend brachten.
4.
Vor ungefaͤhr funfzehn Jahren kam in Roth⸗ lingen ein Fremder an, der ſich Tobias Rund nannte, geſchmackvoll gekleidet einherging, im rothen Ochſen die beſten Zimmer miethete und Morgens, Mittags und Abends ſeine Bouteille Wein trank, auch ſtets vor Schlaſengehen ſeine Zeche berichtigte, weshalb einige feine Beobachter dffentlich hehaupteten, er ſey ein reicher Mann. Niemand konnte dies beſtreiten, denn niemand
1


