Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1829)
Entstehung
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19 NAAAAAN des grauen Haͤuschens geoͤffnet wurde und heraus trat ein wunderniedliches Maͤdchen mochte un⸗ gefaͤhr wohl ſiebenzehn Sommer zuylen. Ihrer ſchlanken Geſtalt hatte ſie ein einfaches, doch ſauberes Kattunkleidchen angepaßt, ein kleines baumwollenes Tuch war dicht am Halſe in meh⸗ rere Falten zuſammengeſteckt, volle braune Lok⸗ ken wallten in natuͤrlicher Fuͤlle auf ihre Schul⸗ tern herab; auf ihrer Engelsmiene ſchwebte ſtill⸗ verhaltener Kummer und ein gewiſſes Etwas, das auf ihre faſt bleichen Wangen ploͤtzlich das zarteſte Roth hauchte, als ſie ſich auf den Spiz⸗ zen ihrer niedlichen Fuͤßchen immer hoͤher empor⸗ hob, um dem die Straße hinabrollenden Holl⸗ ſteiner des Gaſtwirths und Fleiſchermeiſters ſo lange als moͤglich nachſchauen zu koͤnnen. Jetzt verſchwand er hinter der Stadtmauer und ſinnend ſchien ſie noch einige Augenblicke in der vorigen Stellung dem Geraͤuſche der rollenden Naͤder ihr Ohr zu leihen da entquoll ein tie⸗ fer Seufzer ihrer Bruſt, ihr Koͤpfchen ſenkte ſich und einige Schritte weit trat ſie hinaus auf die Straße, mit kummervoller Miene in entge⸗

gengeſetzter Richtung hinaufſchauend nach dem

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