Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1829)
Entstehung
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46 WANAAN

geſpaart. Unſern Ludwig, unſern guten, lieben

Jungen, giebt er heute uns zuruͤck, geſund an

Leib und Seele will ich hoffen, und gelehrt, wie

unſer alter Oberpfarrer. Was bleibt uns noch

zu wuͤnſchen uͤbrig, Mutter? Mit naſſen Augen entgegnete ſie:zwei ſtille Wuͤnſche liegen mir noch ſchwer auf meinem Her⸗

zen der Prieſterrock und ein braves Weib fuͤr

unſern guten Sohn. Dafuͤr muß ich erſt noch Sorge tragen, rathen, helfen, waͤhlen; dann will ich herzlich beten, daß der Himmel nur noch kurze Zeit mein Auge weiden laͤßt an ſeinem Gluͤcke und dann bin ich ja gern bereit, der Welt Valet zu ſagen und mein Haus ſo zu be⸗ ſtellen, wie es einer guten Hausfrau ziemt. Daß dich brummte Scholle halb ver⸗ drießlich, doch auch ſeine Augen waren feucht ge⸗ worden, und ſeinen Unwillen, wie ſeine innere Ruͤhrung bekaͤmpfend, fuhr er laͤchelnd fort: Weibsvolk muß kuppeln! das iſt ein altes wah⸗ res Wort. Der Junge hat ſelbſt ein Paar Au⸗ gen im Kopfe und ein Herz im Leibe; laß ihmn freie Wahl, er wird uns keine Schande machen.

Hat er erſt den Prieſterrock und s ſchwarze Kaͤpp⸗