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ne Samielsweſte mit den brennend rothen Flam⸗ men, die leberfarbigen kurzen Beinkleider, die blankgewichſten Stiefel mit gelben Stolpen, die blendend weiße, feingefaltete Waͤſche zeugte laut vom buͤrgerlichen Wohlſtande ihres Beſiz⸗ zers, der ſogleich begann, ſelbſtgefaͤllig in den Spiegel ſchauend, ſich einer Metamorphoſe zu unterwerfen, und kaum hatte Toͤffel mit dem letzten Buͤrſtenſtriche auch das letzte widerſpenſtige Federchen vom Kragen des braunen Rockes hin⸗ weggenommen— als auch ſchon die Frau Flei⸗
ſchermeiſterin ins Zimmer rauſchte, angethan mit dem ſeidenen Stoffkleide, das nur an hohen Feſt⸗
tagen paradirte. Bereits mit Hut und Stock
verſehen trat ihr der Gatte entgegen— ſeine Au⸗ gen ruhten heute beinahe noch freundlicher auf ihrer reſpectabeln Geſtalt, als am Hochzeitstage, und ein kraͤftiger Haͤndedruck machte ſeinem ge⸗ preßten Herzen Luft..
„Frau“— hub er an—„wir ſind reich ge⸗ worden im Eheſtande, wir haben wacker gearbei⸗ tet und ſind ehrliche Leute dabei geblieben; man⸗
che große Freude hat uns der liebe Herrgott be⸗ lchanrt, doch die groͤßte hat ex uns auf heute auſ⸗
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