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Die Obrigkeit in Grauenſtein fand es jetzt billig, das gegen die Apothekerswitt⸗ we ausgeſprochene Urtheil zu caſſiren und uͤber das eigenmaͤchtige Verfahren ihres Oberhauptes, des Stadtrichters Haͤſſig, in mancher Hinſicht ſich laut zu beſchweren. Dieſer hatte auf Anrathen ſeines Bruders, der es fuͤr ſeine geheimen Plaͤne paſſend fand, und aus alter Feindſchaft, ſich bemuͤht, die Sage von der Selbſtentleibung der Wittwe zu verbreiten, den aufgefundenen, fremden Koͤrper deshalb, ohne Zuziehung des Phy⸗ ſikus, ſogleich beerdigen laſſen und fuͤr den Leichnam von Antons Mutter oͤffentlich er⸗ klaͤrt. Auch fand man bei ihm und dem
Verwalter mehrere verdaͤchtige Papiere; Bei⸗
de wurden vor ein Kriegsgericht geſtellt, undd als Spione gegen ihr Vaterland erhielten ſie die gerechte Strafe.— Der Leichnam des ermordeten Ofſiziers aber wurde aus der Schreckensſchlucht hinweg⸗
gebracht und auf dem Schlachtfelde beer⸗ digt. 3


