242 MAVUAMNNN ihm nie von ihrem Aufenthalte Nachricht gege⸗ ben, weil ſie wahrſcheinlich ſeine Mißbilligung und Vorwuͤrfe uͤber ihr heimliches Thun fuͤrch⸗ ten zu muͤſſen glaubte, obgleich ſie ſtets in ih⸗ rem Herzen den ſtillen Wunſch naͤhrte, mit ih⸗ rem Bruder ausgeſoͤhnt, in Frieden und ſchwe⸗ ſterlicher Liebe vereint mit ihm, ihre Tage be⸗ ſchließen zu koͤnnen. Von Zeit zu Zeit hatte ſie durch eine vertraute Freundin, ohne ſein
Wiſſen, Nachricht von ſeinem Aufenthalte und
Beſinden erhalten, die ſie gewoͤhnlich mit inni⸗ ger Ruͤhrung ihrem Sohne mittheilte, und da⸗ bei ſtets den Wunſch aͤußerte, nur einmal noch vor ihrem Tode ihren Bruder zu umarmen und das Wort Verzeihung aus ſeinem Munde zu hoͤ⸗ ren. Doch als ſie nach dem Tode ihres Gat⸗ ten in die traurigſte Armuth gerieth, ließ ſie
ſich durch ihren falſchen Stolz verleiten, den
oftmals gefaßten Entſchluß, ihn ſelbſt durch oͤf⸗
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fentlichen Aufruf von ihrem Leben und Aufent⸗
halte in Kenntniß zu ſetzen, gaͤnzlich aufzuge⸗
ben, da mit dem Ausbruche des Krieges auch
jede Nachricht von ihm ausblieb. Anton hatte
auf ſeiner Reiſe von ſeinem bisherigen Aufent⸗


