46 MWANNANN Augen hab' ich ihn gelaſſen, denn ich merkte Unrath. Mit ſtudirten Menſchen, dacht' ich, iſt nicht zu ſpaßen, und der nun vollends kam mir gleich ſo uͤberſtudirt vor. Im letzten Nachtquartiere bracht' ich ihn auf ein nettes Zimmer, das ſchien ihm aber nicht zu gefallen und er verlangte mit Gewalt, ich ſollt' ihn in die Scheune fuͤhren. Nun denken Sie ſich den tollen Gedanken! Ein huͤbſcher, junger, gnaͤdiger Herr— denn in ſeinen feinen Klei⸗ dern, die ihm der Herr Baron mit Gewalt hatte anziehen laſſen, ſah er wirklich aus wie ein recht honetter Menſch— der will auf Gottes Erdboden ſchlafen, wie ein Scheeren⸗ ſchleifer. Ich wollt's nicht leiden und ſtemmte mich mit Haͤnden und Fuͤßen dagegen; doch das half alles nichts. Wie beſeſſen rannte er in den Hof und weil dort ein großes Schloß vor der Scheune lag, ſetzte er ſich in die Karoſſe, bei allem meinen Appelliren ſtumm wie ein Fiſch, und ſchlief richtig ein. Schlaf zu! dacht' ich und ging zu meinen Pferden in den Stall. Als kaum der Morgen graute, ſteh' ich
auf und gucke in den Wagen— aber's Neſt


