43 WAMANAAANN nem aͤrmlichen Zimmer. Bange Sorgen einer drohenden Zukunft erfuͤllten ſeine ſonſt ſo heitre Seele, gruͤbelnd forſchte er, womit er ferner die nothwendigſten Lebensbeduͤrfniſſe beſtreiten ſollte, denn auch die duͤrftigen Stipendia, wel⸗ che er als Studioſus bezogen, waren dem Candidaten abgenommen und bereits andern Leidensbruͤdern angewieſen; er wußte nicht, wo⸗ mit er im zukuͤnftigen Monat ſeinen Unterhalt erwerben ſollte. Da ſiel ſein Blick auf ei⸗ ne Predigt, welche ausgearbeitet auf ſeinem Schreibetiſch lag, womit er am kuͤnftigen Sonntage die groͤßentheils ſiechen und armen Zuhoͤrer in der Lazarethkirche erbauen wollte. Der troͤſtende Glaube an eine gerecht walten⸗ de Gottheit leuchtete darin hervor; mit tiefer Empfindung hatte er den Grundtext aus dem Evangelium Matthaͤi C. 6. V. 24. bis zu Ende, aufgefaßt; ſie war meiſterhaft gerathen. Doch in der duͤſtern Stimmung, in der er ſich befand, ſeinen eignen Gefuͤhlen nicht mehr trauend, las er einige Stellen mit zweifelnden Blicken, legte ſie zur Seite und nahm ein aufgeſchlagenes Geſangbuch zur Hand. Der
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