21 VMᷓNVA „weſend, und waͤhrend dieſer Zeit bekam ich ihn „nicht einmal zu Geſicht, erhielt aber zuwei⸗ „len von ſeinem Hofmeiſter Briefe, worin er „mir verkuͤndigte, daß ſein Zoͤgling nun bald „zu einem ſeltnen Gelehrten reif und naͤchſtens „die Welt mit ſeiner Weisheit in Erſtaunen „ſetzen werde. Das war mir aber nicht recht, „denn mein Sohn ſoll ein tuͤchtiger Landwirth „werden, wobei zuviel Gelehrſamkeit oft laͤſtig „und hinderlich wird, und ich drang deshalb auf „ſeine Ruͤckkehr. Nach geraumer Zeit erhielt zich endlich Antwort und zwar von meinem „Sohne ſelbſt, welcher mir meldete, daß ſein „Hofmeiſter ihn heimlich verlaſſen, in einem
»Furuͤckgelaſſenen Schreiben aber benachrichtigt
„habe, daß er eine Reiſe nach Egypten zu „unternehmen Willens ſey, um dort im Lande „der Wunder die bisher unerforſchlichen Ge⸗ „heimniſſe der Natur zu ergruͤnden, wohin er „ihn aber unmoͤglich mitnehmen koͤnne, da ihn „noch Verhaͤltniſſe an ſeinen Vater und ſein „Vaterland knuͤpften. Der Schurke hat, wie
»ich nun erfahren, mehr als fuͤnftauſend Tha⸗
„ler, die ich zu ſeinem und meines Sohnes


