ſie nun den Huͤgel gewölbt hatten über dem verſenkten Leichname, beteten ſie fromm und ſtiegen dann ſtill und langſam hinab ins Thal.
In ſtiller Klauſe auf dem Jötniſteen kebten die beiden Alten noch kurze Zeit ein ruhiges, gottgeweihtes Leben. Nur ſelten ſahe man ſie im Kreiſe ihrer dankbaren Freunde; doch trug Ingiald den befeligenden Frieden in ſeiner Bruſt mit ſich bis zum Grabe, den er verge⸗ bens zu erringen ſtrebte bis ins hohe Alter ſeines ſturmbewegten Lebens. An einem freund⸗ lichen Frühlingstage, entſchlummerte er ſanft am offnen Fenſter. Sein letzter Blick war weit hinausgerichtet, nach jener Felſenhöhe, in de⸗ ren Schooße die geliebten Kinder ruheten. Dicht neben Arnefia's Ruheſtatt grub man ihm ſein Grab und bezeichnete mit einem ho⸗ hem Kreuze die Stelle, wo er friedlich ſchlum⸗ mert zwiſchen ſeinen drei unglücklichen Kin⸗ dern.


