Deiner Mutter Ehebett geſchändet, den Ma⸗ kel eines Baſtards habe ich Dir angehängt, fürs ganze Leben. Ich habe Dich verfolgt wie meinen ärgſten Feind, Dein höchſtes Glück, Dein Weib wollt' ich Dir entreißen; jetzt mach' es wett, was meine Härte, meine Grau⸗ ſamkeit an Dir verübte, entflamme jenes Man⸗ nes Rache dort, daß er den Tod mit giebt.“
Tyſte ſtand erſchüttert. Die bange Ah⸗ nung, die oft wie ein Geſpenſt ihn geängſtigt, ſtieg jetzt plötzlich vor ihm auf, in der Wahrheit blendendem Lichte. Siggeſon hatte ſein
Antlitz verhüllt, Swenßon⸗Some und Ce⸗
cilie ſtanden ſprachlos. Der Landeshaupt⸗ mann gewann zuerſt wieder Faſſung, er be⸗ ſtätigte Tyſte mit wenigen Worten die Aus⸗ ſage des Gefangenen; dann trat er zu dieſem und ſprach mit dem Tone tiefer Empfindung:
„Wie ich meinem Weibe verziehen, ſo ver⸗ zeihe ich Dir!— Fliehe, ich will nicht wiſſen, wohin Dein Fuß ſich wendet: nur verlaß dies


