verdächtigen Geſindels ſich zu bemächtigen;“ wurde ihm zur Antwort, und in demſelben Augenblicke erſchien ein Diener, die Halle zu erleuchten mit brennenden Fackeln. Der gluth⸗ rothe Schein derſelben beleuchtete grell das Geſicht des Gefangenen, der jetzt wie von Wuth und Schmerz zugleich durchdrungen be⸗ bend ausrief:„Arendt Siggeſon— ich bin verloren!“
Indeſſen hatten ſich die anweſenden Schloß⸗ bewohner näher um den Gefangenen gedrängt und nachdem ihre Blicke jetzt, beim hellen Fackelſcheine in ſeinem verſtörten Antlitze ge⸗ forſcht, riefen ſie entſetzt, wie aus einem Mun-⸗ de:„Thure Jönſon! der Reichsmarſchall!“
„Ja, ich bin verloren!“ fuhr dieſer fort, nach einer Pauſe und mit einem Tone, wel⸗ cher deutlich verrieth, wie ſeine Seele im Ha⸗ der lag mit dem Schickſale.„Mein böſer Stern hat mich in meines ärgſten Feindes Hand ge⸗ geben.“ Doch ſtolz erhob er ſich und ſtellte ſich dem Landeshauptmanne kühn gegenüber,


