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rer unterrichtete ihn in Luthers Glaubenslehre, die bald der Greis wegen ihrer Einfachheit und Klarheit unendlich lieb gewann. So hatte er ſich in frühern Jahren die Lehre Chriſti gedacht und ſo fand er ſte jetzt klar aufgezeichnet mit den kräftigen Worten des Reformators, in ih⸗ rem einfachen und doch Alles überſtrahlenden Glanze. Er betete wieder zum Chriſtengotte und die milden Tröſtungen der Religion ſchie⸗ nen Balſam zu träufeln in ſein wundes Herz. Der Zwieſpalt ſeines Innern ſchien überwun⸗ den und einer ſtillen Schwermuth Raum ver⸗ gönnt zu haben in ſeiner Bruſt; doch Menſchen⸗ ſcheu und Hang zur Einſamkeit waren ihm ge⸗ blieben, als unzertrennliche Gefährten. Nur ſelten verließ er ſein duͤſtres Gemach und keine Bitten ſeiner dankbaren Freunde konnten ihn bewegen, in ihrem Kreiſe dem Frohſinne ſich zu weihen. So trat er eines Tages zu Sig⸗ geſon, druckte ihm freundlich die Hand und ſagte ihm ein herzliches Lebewohl; denn er war entſchloſſen nach ſeiner Höhle zurückzukehren und dort ſeine Tage zu beſchließen.


