tel dieſen Vorſatz auszuführen, da ſie Tyſte vor den Folgen deſſelben geſichert wußte; ja, ſie glaubte ſogar ihres vormaligen Lieblings Seelenheil durch eine gewaltſame Trennung von Beiden zu retten, indem ſie meinte: er ſey nur durch Liebeslockungen Ceciliens und überſpannte Eingebungen des Alten verführt worden. So brachte ſie den größten Theil des Tages ſinnend zu und war eben mit dem feſten Entſchluſſe zu Stande gekommen: Die Verfügung über ihre beiden Schuͤtzlinge ganz in die Hände ihres Beichtigers, des Paters Euſtachus zu legen, als Richeſſa freudig erglühend zu ihr eintrat und eilig mit klo⸗ pfenden Herzen ihr meldete: daß der ganze Schloßhof bereits von Fremden wimmele, wel⸗ che eben in die Burg geritten, und daß ein junger Mann in prächtiger Kleidung, mit Empfehlungsſchreiben vom Erzbiſchoffe von Drontheim verſehen, ſie zu ſprechen begehre. Die Wittwe war ſogleich bereit den Frem⸗
den zu empfangen, der auch bald darauf mit
einem zahlreichen Gefolge edler Norweger und


