Teil eines Werkes 
2. Theil (1834)
Entstehung
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und der mütterlichen Zärtlichkeit, welche wäh⸗ rend der Erziehung des verwaiſten Knaben 1 ſich ihrer bemächtigt, jetzt nicht mehr ſich frei loszuringen von ihrem Herzen. Ein wider⸗ ſtreitendes Gefuͤhl ängſtigte ihre Seele und nur dann erſt, als ſie ihn fern von ſich wußte, begann ſie freier zu athmen. Weit fremder und kälteren Herzens betrachtete ſie die bei⸗ den Zuruͤckgebliebenen. Ihren Schwäher, den vormaligen Reichsrath Arendt Siggeſon, der wegen der Untreue ſeiner Gattin, ihrer Schweſter, das Ordenskleid der Benediktiner wählte, hatte ſie früher nur entfernt gekannt, bis der Ritter Henrichſon ſie als ſein ehe⸗ liches Gemahl aus Schweden, wo ſie gebo⸗ ren, nach Norwegen fuͤhrte. Als ſie aber ſpäter die Verirrung ihrer Schweſter erfuhr, und Siggeſon ihr ſelbſt die Frucht derſel⸗ ben an's Herz legte, mit der Bitte des Kin⸗ des Mutter zu ſeyn, da fühlte ſie fuͤr den verlaſſenen Knaben das innigſte Mitleid, ja ſelbſt mit Liebe wurde ſie bald der armen Waiſe zugethan; doch mit Scheu, als ob ſie

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