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ehrt.— Ich komme jetzt Euch Lebewohl zu ſagen; ich bin es nicht gewohnt mich zu ver⸗ bergen, meine Handlungen gehören der Welt, drum darf ich auch ihr Urtheil nicht fürchten. Mein Weib habe ich dem frühen Grabe ent⸗ riſſen, ſie war das Ziel meines Lebensglük⸗ kes, ich hab's errungen, es feſt zu halten muß ich handeln wie ein Mann. Ich eile zu den Fuͤßen meines Königs und bitte um ein recht Gericht. Mein Weib und meinen Vater muß ich Eurem Schutze, Eurer fernern Gaſtfreund⸗ ſchaft empfehlen; iſt Guſtav gnädig, hole ich ſie bald mir nach. Lebt wohl, edle Frau! lebt wohl! Richeſſal mein Dank lebt ewig fort! Der Gott der uͤber mich, wie uͤber Euch im Himmel droben wacht, behüte Euch und ſchenk' Euch ſeinen Segen!“ Mit Thränen in den Augen verließ er ſchnell das Zimmer und die Wittme, welche nicht ohne Rührung den Worten des jungen Mannes, den ſie einſt Sohn genannt, gelauſcht hatte, gab ihrer Tochter wieder den Schlüſſel zu ihrem Schatz⸗ käſtlein, mit dem Bedeuten: eine Summe er Thl. 2


