Teil eines Werkes 
1. Theil (1834)
Entstehung
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ten leiſe zu, ſein Roß an einen Baum bin⸗ dend.Ich folge Euch ſogleich, doch berührt mir das Mädchen nicht eher mit Euren rohen Fäuſten, bis ich ſie mit dieſem Seile um⸗ wunden.

Die Knechte gehorchten und der Schein des Mondlichtes zeigte ihnen bald die liebliche Sigrid, ſanft ſchlummernd auf ihrem Lager. Einige Augenblicke ſtand Lars, der den bei⸗ den Helfershelfern eilig durchs Fenſter gefolgt war, vor ihr und betrachtete mit gierigen Blicken die Schlummernde, die nicht im Trau⸗ me die Gefahr zu ahnen ſchien, die ſchon dro⸗ hend dicht über ihrem Haupte ſchwebte. Doch plötzlich von dem brennenden Verlangen ge⸗ trieben, die holde Schläferin ganz in ſeiner Gewalt zu ſehen, umſchloß er ſie, an ihrem Lager knieend, feſt mit ſeinen Armen, und ehe ſie noch den erſten Schreckensſchrei ausgeſtoßen, hatte er ihr das Glockenſeil um Bruſt und Arme zugleich geſchlungen und die herzuge⸗ ſprungenen Knechte ihr den Mund mit Tü⸗ chern verſtopft. Eilig riß er ſie nun fort,