dern Provinzen und die neuen Steuern fan⸗ den unzählige Widerſacher, die königlichen Beamten wurden ſchrecklich gemißhandelt und mehrere ermordet. Alles ſchrie über die neue Lehre, die faſt unerſchwinglichen Auflagen und die immer zunehmende Theurung, welches letztere Rebel eben ſo ſehr das Mißvergnügen der lutheriſch Geſinnten erregte. Die Noth des Landes wurde von den blinden Religions⸗ eiferern als die Rache Gottes wegen der kirch⸗ lichen Veränderungen dargeſtellt, und von allen Kanzeln herab durch die Mönche noch weit ärgere Strafgerichte verkuͤndet. Zwar erſchöpfte der König faſt ſein ganzes Privateigenthum, da die kärglich verſehenen Kaſſen des Landes dazu nicht hinreichten, dieſer Noth zu ſteuern; er ließ Getraide aus Liefland und Preußen kommen und es um ſehr billige Preiſe in allen
Provinzen verkaufen; doch ſtellten auch dieſe
Opfer das, an mehrern Orten ſo geneigte,
Volk nicht zufrieden. Bei der noch immer großen Anzahl eifriger Katholiken, dem noch nicht gänzlich erloſchenen Anſehen der Geiſtli⸗


