Teil eines Werkes 
1. Theil (1834)
Entstehung
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ſiger Todesſchauer durchrieſelte ſein Gebein. Mit unnennbarer Angſt blickte er im weiten Kreiſe der anſtuͤrmenden Volksmaſſe umher, doch auf allen Geſichtern zeigte ſich nur Spott und bittrer Hohn, in keinem Antlitze gewahrte er die Züge eines Freundes oder die Bewe⸗ gung des Mitleids. Und als er nun, in leiſe Wehklagen ausbrechend, ſcheu ſeine Blicke nach Knut hinwendete, als er den ſtolzen Mann, der oft mit ſeiner unerſchütterlichen Seelen⸗ ſtärke gegen ihn geprahlt, unter der Bürde ſeiner Schmach erliegen ſahe, einer Leiche gleich auf dem Roſſe hängend, für keinen äußern Eindruck mehr Empfindung verrathend, ihn ſelbſt kaum wieder erkennend, da erſtarrte auch er vor grauſendem Entſetzen und willenlos ließ er ſich vom tobenden Pöbel mit fortreißen, bis zum großen Markte.

Hier raſtete der lärmende Haufe und ſchloß einen weiten Kreis um die beiden unglückli⸗ chen Opfer ihres Ehrgeizes. Schimpfwörter, Läſterungen und Verhöhnungen aller Art ſchall⸗ ten ihnen entgegen, und das Volk, angezogen von dem niegeſehenen Schauſpiele, welches