250
ſtrahl betäubt, ließ er ſich in ſeinen Kerker zurückführen und hier erſt brach ſeine Ver⸗ zweiflung aus in ohnmächtiger Wuth gegen ſich ſelbſt, in den ſchmählichſten Gottesläſte⸗ rungen und Verwünſchungen gegen ſeine Feinde. Doch ſchon am andern Tage wurde er wieder aus ſeinem Kerker geführt, um eine Demüthigung zu erleiden, wie ſie die rohe Sitte jener Zeit erſonnen. Man hatte Nach⸗ richt erhalten, daß der Gefährte des Verur⸗ theilten, der ehemalige Biſchoff Sunnanwä⸗ der, von ſeiner Krankheit geneſen, ſich eben⸗ falls zur Reiſe nach Stockholm entſchloſſen hatte, und mit jeder Stunde erwartete man ſeine Ankunft daſelbſt. Der Reichsmarſchall Jönßon und mehrere ſeiner Freunde hatten ihm zwar Boten entgegen geſendet, welche ihn bewegen ſollten wieder umzukehren; doch von Guſtavs Spähern waren dieſe aufgefan⸗ gen worden, ehe ſie Sunnanwäder erreicht hat⸗ ten und deſſen königliches Geleit empfing den ſtrengen Befehl, ihn nach der Reſidenz zu füh⸗ ren. So erwartete man mit Gewißheit ſeine Ankunft und beobachtete bei ſeinem Einzuge


