Teil eines Werkes 
1. Theil (1834)
Entstehung
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Arend Siggeßon vermählt mit der Jung⸗ frau Margarethe, aus dem geehrten Hauſe der Gregorßon, welche Euch, bevor Ihr Euch verehelichtet, mit heißer Liebe zugethan war. Sie lebte mit ihrem Gatten ein ſtilles Leben, übte ihre Pflichten mit treuer Sorge, bis er nach Jahresfriſt von ihr ſcheiden mußte, mit wichtigen Aufträgen des Staates nach Polen und Rußland geſendet. Beinahe zwei Jahre lang blieb er getrennt von ihr in fer⸗ nen Landen und als er heimkehrte, fand er ſie in Einſamkeit auf ihrem Landſitze in Weſtgoth⸗

land, und da er ſie unvermuthet überraſchte,

konnte es ihm nicht verborgen bleiben, daß ſie erſt vor wenigen Tagen ein Söhnlein ge⸗ boren. Sie entſetzte ſich bei ſeinem plötzlichen Erſcheinen ſo ſehr, daß ſie in Gewiſſensangſt ihm den Vater ihres Sprößlings nannte, der die Abweſenheit ihres Eheherrn benutzt, die alte Liebe aufs Neue wieder anzufachen. Doch drang ſie ihm einen heiligen Eidſchwur ab, den Verführer nicht öffentlich zur Rechenſchaft zu ziehen. Der Betrogene, dem die Welt nun⸗ mehr ein ödes Eiland ſchien, ſuchte die Ehre

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