Teil eines Werkes 
1. Theil (1834)
Entstehung
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3 b Auge ſich überzeugt, daß Du Dein höchſtes Gut, was man um meinetwillen Dir entriſ⸗ ſen, wieder als Dein Eigenthum mit Deinem Arm umfängſt. Du weißt, was ich Dir opferte, vergönne mir nun jenen Schatz, den ich mir ſelbſt nicht erringen konnte, fuͤr Dich zu ber⸗ gen; meine Seele wird nicht Ruhe finden, bis ich Dein zweites Leben Dir geſichert weiß. Mein zweites Leben! ja, Du haſt Recht! nahm Tyſte feurig das Wort, ergriff die Hand ſeines Begleiters und drückte ſie feſt an ſeine Bruſt, indem er fortfuhr:der Nordſturm braußt über unſern Häuptern, ſein eiſ'ger Hauch bleicht unſre Wangen und dennoch lo⸗ dert mir im Herzen hier dreifache Gluth, die mir ein güt'ger Gott erhalten möge bis zum Tode. Liebe, Freundſchaft, Dankbarkeit, das ſind die Feſſeln, die mich noch an dieſes Le⸗ ben binden, die mit zwei ewig theuren Weſen mich verketteten, als ſchon des Menſchenhaſſes Grabesnacht mein jugendliches Auge erblin⸗ dete, verächtlich jede ſonnenhelle Freude der Welt mir ſchien. Du zogſt mich aus dem fin⸗ ſtern Labyrinthe, in dem mein Geiſt ſich ſchon