Teil eines Werkes 
2. Band (1818)
Entstehung
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der Erbverbrüderung zwiſchen unſern Haͤuſern auch das meinige bald zufallen wird, ſo hoͤren Sie die Worte und Lehren eines Fuͤrſten auf ſeinem Krankenlager:

Zum Herrſchen uͤber Tauſende beſtimmte uns die Vorſehung und machte uns zu Scla⸗ ven von Creaturen, die unter der Maske der Treue als Raͤthe und Miniſters, wie Ottern und Schlangen den Fels, der ihnen ihre Hoͤ⸗ len gewaͤhrt, uns umſchleichen. Kabale, Liſt und Privat⸗Intereſſe lenkt unſern Willen und Handeln am Gaͤngelbande; Freundſchaft und Liebe, die ſich beide von der Kette der See⸗ ligkeit losriſſen, uns hienieden zu begluͤcken, ſcheuen ſich vor unſern Pallaͤſten. Prinz, Prinz, trauen Sie denen nicht, die ſich Ihre Freunde nennen, die Ihre Einfaͤlle fuͤr goͤtt⸗ lich, Ihre Urtheile fuͤr Orakelſpruͤche halten; aber denen geben Sie Gehoͤr, die ungeſcheut widerſprechen, die ſelbſt Ihren Lieblingswuͤn⸗

ſchen entgegen ſind, und zu dieſem allen durch

Menſchen⸗ und Vaterlandsliebe angetrieben werden. Zufall machte uns in einem Augen⸗ blicke zu Fuͤrſten, wo wir Bettter haͤtten wer⸗ den koͤnnen, und, glauben Sie, mancher Bett⸗ ler tauſcht ſeine Gefuͤhle nicht mit den unſrigen.