Teil eines Werkes 
2. Band (1818)
Entstehung
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zwei Maͤdchen, die Schweſtern von ein paar Raͤubern, denn in ſolche Haͤnde war ich ge⸗ rathen, Mitleid mit mir gehabt und mich heimlich und mit vieler Gefahr mit Waͤſche und Speiſe und Trank verſorgt haͤtten. Hannchen, das gefuͤhlvollſte der beiden Maͤdchen hatte einſt einen verirrten Fremdling im Walde gefunden und auch ihn in die Baumhoͤle gebracht, um ihn zu erquicken und dann auf den rechten Weg zu bringen. Dies ging fuͤglich an, weil der eigent⸗ liche Hauptſitz der Raͤuber eine große Strecke entfernt war. Da ſie aber vorſichtig ſeyn mußte, ſollte er bis in die andere Nacht in der Hoͤle bleiben. Sie hatte ihm auch geſagt, daß noch ein Gefangener hier bewacht werde. Als ſie, um keinen Verdacht zu erregen, zur beſtimmten Stunde zu den Raͤubern zuruͤckgekehrt war, trieb ihn die Neugierde an mich zu ſprechen, mein Zuſtand ruͤhrte ihn, er zerbrach die Gitter meines Gefaͤngniſſes, vettete mich, und noch in der nemlichen Nacht verließen wir die Hoͤle. Es war ſtockfinſter, keinen gebahnten Weg hatten wir, ich war der freien Luft und des Gehens nicht gewohnt, und blieb alſo oft zu⸗ ruͤck, bis lich endlich, trotz des oͤftern Wartens und der Geduld meines Retters, doch einmal zu