Teil eines Werkes 
2. Band (1818)
Entstehung
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naͤher, lieber Walter, rief ſie in dieſem Au⸗ genblicke mit einem Tone, der wie der feinſte Laut einer Harmonika mich durchſtroͤmte. Mehr taumelnd als gehend nahte ich mich ihr. Sie wand einen Arm ennd, voll und blendendweiß hervor, reichte mir die Hand, und ließ mich zugleich bemerken, daß ihr Koͤrper eben ſo ent bloͤßt, nur von der ſeidnen Huͤlle bedeckt ſey. Meine Phantaſie riß dieſe hinweg, ſah Mor⸗ genwolken, Roſenknospen, Narmorrundungen; aber meine Haͤnde wagten es nicht, ſich zu uͤberzeugen.

Walter, ſagte ſie, das Portrait, das in

meinem Zimmer auf dem Tiſche liegt, trag ſogleich zum Fuͤrſten! Jetzt? fragte ich ſtam⸗ melnd. Warum nicht? antwortete ſie. Willſt du lieber hier bleiben? Jch ſchwieg, aber meine Blicke ſprachen gewiß deſto mehr. Ihre Hand ſchien mich ſanft an ſie zu zichen, ich wankte ſteh doch feſte! Auch der linke Arm draͤngte ſich hervor, ſie ſchob eine Locke vom Schwanenhals zuruͤck. Warum trugen Sie mir nicht dieſes dieſes Geſchaͤft auf? Du haͤtteſt von der Locke abgleiten koͤnnen. Und waͤre ich nun abgegleitet?(uevevoll.)

So hatte ich dir verziehn. O daß die Locke