laſſen. Aengſtlich erwartete ich die Verſtuͤmm⸗ ler, als meine Befreierin ſelbſt hereintrat. Sie winkte mit der Hand und mein Waͤchter ent⸗ fernten ſich. Sie ſchlug den Schleierzzuruͤck, und ich ſah— entſcheidet ſelbſt, Freunde, ob es zu viel iſt, wenn ich ſage— ich ſah einen Engel. Ich habe Dich gerettet, Deutſcher, ſagte ſie, weil Deine Jugend mein Mitleid erregte, weil Du(hier ſchlug ſie die Augen nieder) mir nicht mißfielſt, der Preis, um den ich Dich erhielt, wird mir theuer werden; aber ich wage nach der Strenge dieſes Landes noch mehr, ich komme ſelbſt zu Dir. Iſt Dir's lieb, daß ich Dich zu meinem Diener erwaͤhlt habe?.
5 ich vergaß, antwortete ich, uͤber dieſen Befehl meine Gefangenſchaft; aber, ſchoͤne Ret⸗ terin, verzeih,— daß ich's ſage,— ich wollte lieber durch Deine Hand ſterben, als, meiner
Mannheit beraubt, Dir dienen.
Auch hier weiß ich vielleicht Rath.(Sie rufte meinen Waͤchter.) Dieſer Diamant, ſagte ſie zu ihm, der zehnmal mehr werth iſt, als Du, und wenn Du hundert Jahre lebteſt, verdienen kannſt, iſt Dein, wenn Du ein Mittel findeſt, wie ſtatt diefen ein andrer Sklave verſchnitten


