abgefuͤhrt, und ich ganz allein in ein anderes beſſeres Gefaͤngniß. Mein Waͤchter war kein Tuͤrke von Geburt, und etwas menſchlicher.
Ich fragte ihn, wer das Frauenzimmer waͤre,
der ich die Verbeſſerung meines Zuſtandes zu danken habe, und er erzaͤhlte mir, daß es eine junge Georgierin ſey, die dem Paſcha vor kur⸗ zen von einem Seeraͤuber in ſein Serail waͤre geſchenkt worden, und ſich bis jetzt noch gewei⸗ gert haͤtte, ſeine wuͤrkliche Beiſchlaͤferin zu wer⸗ den; da er ſie aber ſehr heftig liebe, wollte er ſie nicht mit Gewalt zwingen, ſondern uͤber⸗ haͤufe ſie mit Geſchenken und gewaͤhre ihr jede Bitte, und jeden Wunſch, den ſie aͤußere. Ei⸗ nige Stunden darauf wurde ich geſchloſſen vor den Paſcha gefuͤhrt; neben ihm ſaß die Ge⸗ orgierin, die er ſeine Gemahlin nannte. Du haſt Dein Leben meiner Gemahlin zu danken, redete er mich an, ſie hat ſich Dich zur Bedie⸗ nung ausgebeten, jeder ihrer Winke ſey Dir
Befehl, und das kleinſte Verſehen koſtet Dir
den Kopf. Man fuͤhrte mich in ein Gemach, wo ich in den Stand geſetzt werden ſollte, nach den Geſetzen ein Diener im Serail werden zu koͤnnen. Lieber haͤtte ich mein Leben verlieren wollen, als dieſe Operation mit mir vornehmen


