Teil eines Werkes 
2. Band (1818)
Entstehung
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Luft machen. Ich erblickte ihn und noch we⸗ nige von den Unſrigen dicht von Feinden um⸗ ringt, die ſich mit ihren eignen Saͤbeln uͤber ihren Koͤpfen verwirrten. Wie ein Raſender, faſt keines Sinnes maͤchtig, drang ich ein. Gott weiß, welche unwiderſtehliche Kraft mich beſeelte, und welches gluͤckliche Ohngefaͤhr mir unverſehrt eine Bahn durchs Getuͤmmel brechen half. Ich hatte mich durchgefochten bis nahe zu meinem Onkel, und mehrere meiner Kame⸗ raden waren mir muthig nachgedrungen. Ein hohlgeſchliffener fuͤrchterlicher Saͤbel ſchwang ſich uͤber ſeinem Haupte, der, waͤre er herab⸗ geſunken, es ihm bis aufs Kinn geſpaltet haͤtte. Er ſelbſt ſah uͤber ſich, wollte auspariren, konnte aber wegen dem Gedraͤnge nicht; ſchon war der Hieb im Herabfallen, als ich dem Arm, der ihn fuͤhrte, ſo kraͤftig mit meinem Saͤbel von unten herauf entgegen kam, daß der Beſitzer deſſelben wohl ſchwerlich einen Stroh⸗ hali damit wird wieder ſchwingen koͤnnen. Mein Onkle ſah mich an, und faßte mich ſcharf in'’s Auge. Haltet euch brav, Ihr Kinder, rief er, wir muͤſſen noch ſiegen! Und es geſchah auch! Kaum noch eine Viertelſtunde dauerte das Gefecht, und der Kampfplatz war unſer.

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