Teil eines Werkes 
2. Band (1818)
Entstehung
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mußte, wenn ich etwas herausbringen wollte. Da wurde nun guter Rath theuer; ich mar⸗ ſchirte noch ein paar Tage, und da ich Abends in ein Staͤdtchen kam, hatte ich noch einen Groſchen, und einen verhungerten Magen, der ohne viele Muͤhe eine Schuͤſſel Erdaͤpfel und ein paar Pfund Rindſleiſch zu ſich genommen haben wuͤrde. Ich beſtellte mir eine Suppe, und ergriff vor Langeweile einen Zettel, der auf dem Tiſche[llag. Es war ein Komoͤdien⸗ zettel von der Geſellſchaft, die im Staͤdtchen ſpielte. Wie waͤr's, dachte ich, wenn du unter die Komoͤdianten gingeſt? Ich fand den Ein⸗ fall in meiner Lage fuͤr heilſam, verzehrte meine Suppe mit vielem Appetit, und legte mich ge⸗ troͤſtet auf die Streu. Neben mir lagen ein paar Fuhrleute. Meine Phantaſie beſchaͤftigte ſich die Nacht ſchon mit Ermorden und Ver⸗ lieben. Ich wurde aber ſehr nachdruͤcklich von der Taͤuſchung uͤberzengt. Es traͤumte mir, daß ich auf dem Theater eine Rolle ſpielte, wo ich meiner Geliebten Liebe ſchwoͤren ſollte. Ewig, rief ich, ewig, göttliches Maͤdchen, will ich Dich lieben. Ich gerieth ſo in Affekt, daß ich mich mit der rechten Hand vor die Bruſt ſchlug; allein ich mochte etwas zu weit ausge⸗