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ben ſtand ein Kelch und zwei Lichter. Als ſſe
die Thuͤre aufreiſſen hoͤrte, griff ſie haſtig nach dem Kelche und ſetzte ihn an den Mund. Starr ſah ſie mich an. Ludwig, ſagte ſie, kaum ihren Augen trauend, biſt Du's wirklich? Ich glaubte, es waͤren meine Peiniger.
Julie! wie finde ich Dich?
Ich ahndete ihren Entſchluß und wollte nich aͤberzeugen. Ich riß ihr den Kelch aus der Hand, und ſtellte mich, als ob ich trinken wollte.—
Um Gotteswillen nicht, Ludwig! rief ſe, es iſt Gift!
Gift? und Du ſchwurſt mir Standhaftigkeit bis auf die letzte Minute!
Dieſe war auch nahe. Noch heute muß ich mich entſchließen, die Buhlerin des Abt's zu werden; oder man zwingt mich mit Gewalt.
Entſetzlich! Lebt ihr Ungeheuer, der Naͤcher iſt da!
Indem wir ſo ſprachen, trat ihre Mutter herein. Sie waͤr faſt vor Schreck zu Boden ge⸗ ſunken, als ſie mich erblickte. Wuͤthend rannte


