Teil eines Werkes 
1. Band (1818)
Entstehung
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ſten erheben wollte, ſagte er, wuͤrde um dieſen Preis mir die Tugend meiner Tochter nicht feil ſeyn. Da dies fehlſchlug, glaubte ſie mich durch Liſt und glaͤnzende Verſprechungen dahin zu bringen, daß ich mich ihm freiwillig uͤberließ. Und da auch dies und noch tauſend andere Ver⸗ ſuche nicht gluͤckten, bemuͤht ſie ſich durch die haͤrteſten Beleidigungen, durch die unerhörteſten Zuͤchtigungen meine Geduld zu ermuͤden, und hofft, daß ich vielleicht aus Verzweiflung mich entſchließen werde, nach ihrem Willen zu thun. Aber vergebens; ehe unterliege ich, als ich mich zu dieſer Abſcheulichkeit verleiten laſſe. Selbſt meinem Vater hat man ſchon nach dem Leben getrachtet, weil er zu kraͤftige Ma legeln nahm, mich zu ſchuͤtzen.

Das ſind alſo die Verfolgungen und Leiden, die den redlichen Mann druͤcken! Nein, bei Gott! Julie, es ſoll ihnen nicht gelingen, ich will Dich ihnen entreiſſen und durch meine Liebe entſchaͤdigen. Bleib ſtandhaft und dulde! Gott und mein Eifer ſollen uns bald zum Gluͤck fuͤh⸗ ren. Wir mußten uns trennen, weil ihre Mutter zuruͤckkam.