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liegen. Beim Anblick der Stadt quoll ein tie⸗
fer Seufzer aus des Maͤdchens Bruſt. Das veerrieth mir keine Freude uͤber die Zuruͤckkunft in ihre Vaterſtadt. Sey heiter, liebe Julie!
ſagte der Muſikdirektor, der Herr Sekretair ſoll uns manche angenehme Stunde machen!
Sie ſchwieg und ſah dem Traben meines Pfer⸗
des zu. Feſter habe ich wohl in meinem Leben nicht geſchloſſen, als in dieſem Augenblicke. Als die Chaiſe hielt, ſprang ich vom Pferde, und reichte Julien die Hand zum Ausſteigen. Es fiel eine Thraͤne darauf; die Quelle davon ſchien ich in dem Blick ihrer Mutter, mit dem
ſie uns empfing, zu errathen. Ich fand bald,
daß ich mich nicht geirrt hatte. So ſanft und gut ihre Tochter, ſo rechtſchaffen ihr Gatte war, ſo zaͤnkiſch und boshaft, ſo niedrig war ſie. Beide mußten viel von ihr dulden, am meiſten das nachgiebige Maͤdchen, das als Kind den harten Behandlungen nichts entgegenſetzen
konnte, als Stillſchweigen, und deſto mehr
heimlich ſich kraͤnkte. Keine ruhige Stunde
hatte ſi ſi e, faſt immer waren ihre Augen roth
vom Weinen, oder wohl gar ihre Wangen ge⸗
ſchwollen von Ohrfeigen, die jede Kleinigkeit,
jedes Wort, das nicht nach den eigenſinnigen Pp


