Teil eines Werkes 
1. Band (1818)
Entstehung
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Schande, daß Aeltern ihren Kindern ſchon ſo fruͤh mit uͤbelm Beiſpiele vorgehen? Wenn ich mich nun darnach haͤtte bilden wollen, wie weit haͤtte ich's bringen können? Und ich glaube ge⸗ wiß, daß dieſer Fall oft eintritt. Wie gut alſo, wenn alle Kinder ſo begabt wuͤrden, als ich! Was ſollte das fuͤr eine Kinderzucht werden, und wie ſollten ſich luͤſterne Weiber zu huͤten haben, wenn das Kind im vierten oder fuͤnften Jahre, wenn es Schlaͤge bekommen ſollte, ſa⸗ gen koͤnnte: Wenn du mich ſchlaͤgſt, Mutter, ſo ſag ich's dem Vater, was du gemacht haſt, als ich noch in Mutterleibe war.—

Das Projekt wurde gluͤcklich ausgefuͤhrt. Indem ſich der Obereinnehmer zur Wuͤrde mei⸗ nes Vaters mit Muͤhe und Schweiß hinauf⸗ marterte, erſchien der gnaͤdige Herr wieder und ſtellte ſich hoͤchſt unwillig. Vor'n Teufel, Herr, ſchrie er, ich glaube, Sie wollen mein Schloß zum Bordell machen. Der Ertappte zitterte an Haͤnden und Fuͤßen. Verzeihung, Leidenſchaft,

Liebe, Gefuͤhle, dieſe Worte ſtolperten aus ſei⸗ nem Munde hervor, wie dumme Dorfjungen, die zum erſtenmale in die Stadt zum Herrn

Amtmann kommen. Hat ſich was um Verzei⸗

hung zu bitten, fuhr der gnaͤdige Herr fort,