Fuͤnftes Kapitel.
d weih! Hot ſich das Jüngferle loſſen übertölpeln! ˙ muß werden wos rores. Nu, nu, wos weent ſie? Golt behüt!'s war ja nur äh kleener Schaeker.
See haͤtte nun gerne einen ehrlichen Hand⸗ werksmann geheirathet, wenn ſich einer haͤtte entſchließen können, fremde Kinder zu ernaͤhren. Ihr Zuſtand wurde traurig. Keine theilneh⸗ mende Freundin, die ſie getroͤſtet haͤtte; keine Stunde, wo ſie nicht die bitterſten Vorwuͤrfe ihrer Aeltern haͤtte dulden muͤſſen; kein einſa⸗ mer Ort, wo ſie ihren Kummer im Stillen haͤtte tragen können, und hierzu noch die Stimme ih⸗
res Gewiſſens, das bei jedem Schritt ihr zu⸗
rief: du könnteſt gluͤcklich ſeyn, du allein biſt Stifterin deines Schickſals. 1
Unterdeſſen nahte die Zeit ihrer Niederkunft. Wie ſchnell lief am Tage derſelben von Mund zu Mund die Nachricht: Baͤckers Fiekchen iſt in die Wochen gekommen. Wer mag Vater ſeyn? fragte eins das andere. Vielleicht ich! dachten mit innerm Zagen wohl zwanzig Herren
bei ſich ſelbſt. Aber Fiekchen wußte es ſelbſt
nicht. Vor funfzig Thaler gab einer, der Hun⸗ B


