der ſchon ſeit zehn Jahren vergebens nach einem Aemtchen ſeufzet, weil er weder Kammerjung⸗ fern heirathen noch kuppeln will. Genug Fiek⸗ chen— denn damals war ſie meine Mutter noch nicht— gehörte nicht zu dieſer Klaſſe und aus der Urſache gefiel ihr auch der geſunde wohl⸗ gebildete Hochhelm, Vetter des alten Kuͤraß, beſſer, als der duͤrre ausgemergelte Herr von Schmalfeld mit zwei Uhren und blitzenden Schuhſchnallen. Er wurde zwar bald nach dem raſchen, ſchwarzaͤugigen Baͤckermaͤdchen luͤſtern und lauerte ihr oft auf, wenn ſie von der gnaͤ⸗ digen Mama kam, erhielt aber fuͤr ſeine Schmei⸗ cheleien nichts als ſpoͤttiſches Laͤcheln und kurze Antworten, und dabei wuͤrde es auch geblieben ſeyn, wenn nicht ein ungluͤcklicher Zufall, der Fiekchen begegnete, ihren Trotz gemildert haͤtte. Sie hatte auf dem Heimwege das ganze Geld, das ſie fuͤr ihre Waaren geloͤßt hatte, verloren, und kehrte um, es wieder zu ſuchen. Der Herr von Schmalfeld, der ihr nachgeſchlichen war, hatte es gefunden, und freute ſich, durch dieſe Gelegenheit vielleicht gluͤckticher zu ſeyn. Angſt und Furcht vor dem Zorn ihrer Aeltern trieb ſie auch bis vor den herrſchaftlichen Garten zuruͤck, durch welchen ſie, weil ſie naͤher kam, zu gehen
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