Teil eines Werkes 
Die Witwe und ihre Kinder : 2. Band (1864)
Entstehung
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Und warum ſollte ich es nicht erwiedern können? flüſterte Thekla mit glühenden Wangen.

Deßhalb, weil ein junges Mädchen wie Sie nicht gern einem Mann von meinem Alter ſeine Liebe ſchenkt. Ich bin Ihr Freund, Ihr Lehrer, für welchen Sie Freundſchaft hegen, und es thut Ihnen weh, daß ich durch die Zärtlichkeit, welche in meinem Herzen erwacht iſt, leiden ſoll; aber ein Mann in meinen Jahren und mit meiner Gemüths⸗ art ſpielt nicht die Rolle eines Werther. Die Liebe floh mich, da ich jung war jetzt will ich meinerſeits vor ihr fliehen und während Ihres Auf⸗ enthalts in Stockholm eine Reiſe ins Ausland an⸗ treten. Wenn ich dann zurückkehre, ſind Sie ver⸗ heirathet und ich geheilt.

Ich werde nicht verheirathet ſein, flüſterte Thekla.

Und warum nicht? Sie ſind jung und der Tag wird kommen, daß Ihr Herz ſeine Wahl trifft.

Eben weil es ſeine Wahl getroffen hat, werde ich, wenn Sie wiederkommen, nicht verheirathet ſein.

Und wen hat es gewählt? fragte der Kapitän. mit einer Stimme, in welche er vergeblich einen Ausdruck von Ruhe zu legen ſuchte.

Sie, antwortete Thekla mit geſenktem Haupte und beinahe lautloſer Stimme.

Schluß.

Die jüngſte Tochter der Majorin Klint heirathete den Lieutenant H., welcher trotz der zwei in Ackers⸗