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ſtadt und habe dort von den Aerzten mein Urtheil empfangen, daß mir nur noch wenige Wochen zu leben vergönnt iſt. Dieſe Wochen wünſche ich in Deinem Hauſe zuzubringen, wo ich Dich vor Augen ſehe, den Laut Deiner Stimme höre, und von Dir ge⸗ pflegt, meinen letzten Seufzer in Deiner Nähe aus⸗ hauchen kann.— Sprich, wirſt Du auch jetzt Nein ſagen?“ „Gewiß nicht,“ antwortete Nina, während die
hellen Thränen ihr über die Wangen rannen.
„Ich danke Dir!— Der Tod wird mir alſo ein Glück ſchenken, welches das Leben mir verſagt hat.“
XXII.
Eine Woche war vergangen, und in dem Schlaf⸗ gemach neben dem Geſellſchaftszimmer einquartirt, verlebte Gotthard ſeine körperlich qualvollen Tage mit Geduld und Ergebung.
Nina war in das einzige Gaſtzimmer hinaufge⸗ zogen, welches ſich zu Ackersberg befand, aber für den Kranken allzu klein und unbequem war.
Sie verbrachte ihre Tage an Gotthards Seite und bot alle ihre Kräfte auf, die letzte kleine Strecke auf dem Lebenspfade des Mannes, an deſſen Seite ſie ſich einſt das höchſte Glück auf Erden geträumt hatte, mit Blumen zu beſtreuen; wenn ſie einmal des Tags ihn verließ, waren Elma und Thekla zur Hand, um ihm Geſellſchaft zu leiſten und ihm die langen Stunden zu verkürzen.
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