Teil eines Werkes 
Die Witwe und ihre Kinder : 2. Band (1864)
Entstehung
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das habe ich gethan, um Dir und ihr eine Ueber⸗ raſchung zu bereiten. 1

Thekla! Woher haſt Du ſo viel Geld bekom⸗ men? 3 Komm und ſetz' Dich hieher, ſo will ich Dir Alles zuſammen erzählen. Sag; erſt, wie Dir das Zimmer gefällt?

Dabei ſah ſie ihn mit ſtrahlenden Augen an.

Wie es mir gefällt, Thekla? Mehr als ich mit Worten auszudrücken vermag; aber es brennt mir in der Seele, wenn ich bedenke, was es Dich ge⸗ koſtet hat, und dann die Uhr! Wenn Du ahnen könnteſt, wie dieſer Edelmuth mich demüthigt.

Eugen kreuzte die Arme auf der Bruſt, ſenkte den Kopf und ſetzte hinzu:

Aber wie wußteſt Du, wo meine Uhr war?

Das ſollſt Du alsbald erfahren. Aber Du darſſt nicht ſo betrübt ausſehen.

Mit dieſen Worten faltete Thekla die Hände über der Stirne des Bruders, drückte ihre Stirne darauf und fuhr mit einem Lächeln, welches das kleine häßliche Mädchen wirklich ſchön machte, fort:

Siehſt du, Eugen, ich will mit meinem kleinen Berichte der Ordnung nach verfahren, und darum kommt die Uhr zuletzt. Als Du vergangenen Win⸗ ter von hier abreisteſt, beſchloß ich, Alles, was ich verdienen konnte, zuſammenzuſparen, um Dein Zim⸗ mer auf nächſte Weihnachten ſchön und behaglich herzurichten, denn Du ſagteſt einmal: ‚ſobald ich die Mittel beſitze, laſſe ich das Zimmer hier neu tapeziren und mir recht behaglich machen.Am ſiebenundzwanzigſten Januar reisteſt Du von hier