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dunkle Röthe bedeckte ſeine Stirn, und er ließ das gebeugte Haupt noch tiefer ſinken.
„Ich, mein Sohn, kann bei dem beſten Willen von der Welt ſie nicht bezahlen.“
„Ich würde vor Scham und Gewiſſensqual ſter⸗ ben, wenn ich zu den Anklagen, welche mein Herz gegen mich erhebt, noch die fügen müßte, daß, durch meinen elenden Leichtſinn Deine Sorgen meine geliebte Mutter, noch vergrößert worden ſind. O, wenn ich daran denke, wie ich in meinem Wahnſinn verſchleudert habe, was Du unter Nacht⸗ wachen viele Jahre hindurch für meine Studien zu⸗ ſammengeſpart haſt, da könnte ich Blut weinen. Tauſendmal lieber wollte ich als einfacher Taglöhner arbeiten, als mir ſagen, daß Du durch Verpfändung Deines kleinen Beſitzthums meine Schulden bezahlen müßteſt.“
„Es würde mich auch tief geſchmerzt haben, wenn ich bei Dir eine andere Denkart gefunden hätte; Du weißt, wie ſehr ich Dich liebe, und doch würde dieſe Liebe mich niemals verleitet haben, Deine Schulden zu bezahlen. Nein: Alles, was ich thun kann, iſt, daß ich auch fernerhin Deine nothwendigen Ausga⸗ ben auf der Univerſität beſtreite: Dir kommt es da⸗ gegen zu, durch eigene Arbeit ſo viel zu verdienen, daß Du, was Deine Luſtbarkeiten gekoſtet haben, bezahlen kannſt. Darum mußt Du eine Hauslehrer⸗ ſtelle ſuchen. Dieß wird zwar Deinen hieſigen Auf⸗ enthalt etwas verlängern, aber mit Arbeitſamkeit und gutem Willen kann noch Alles gut gehen. Nicht wahr, mein Sohn?“ 3
„Ach, wenn ich nur nicht denken müßte, daß jeder


