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„Höre, wenn ein Menſch in Gefahr iſt, zu er⸗ trinken und Du reichſt ihm die Hand zur Hülfe, dann bedarf er gewiß keine Sekunde Bedenkzeit.— Du biſt ein ſolcher Menſch, welcher im Begriff ſteht, in die bodenloſe Tiefe des Laſters zu verſinken. Ich reiche Dir meine Hand, aber ich ſtelle es Dir frei, ob Du untergehen, oder Dich retten laſſen willſt. Dazu bedarf es nicht vieler Minuten, ſcheint mir, und dennoch erhältſt Du von mir deren beinahe ein Hundert.“
Damit entfernte ſich der Kapitän.
Ja, der hat gut reden, der,“ rief Svante und ſetzte ſich auf den Rand des Bettes.„Ich ſoll zur See, ich mag wollen oder nicht; denn kein vernünf⸗ tiger Menſch wird behaupten können, daß mir noch eine Wahl bleibt. Oder nennſt Du es eine Wahl, mich zwiſchen das Seeleben, wo ich der Gefahr aus⸗ geſetzt bin, von den Haifiſchen gefreſſen zu werden, und zwiſchen das Univerſitätsleben zu ſtellen, wo die Gläubiger mich zu verſchlingen drohen?“
Mit dieſen Worten warf er ſich auf das Bett zurück.
„Mir ſcheint, Dein Oheim hat Recht,“ fiel Eugen mit düſterer Miene ein.
„Du würdeſt wahrſcheinlich anders denken, wenn es Dir gälte; aber ſieh, Du biſt ein Mutterſöhn⸗ chen und bleibſt ganz ruhig da ſitzen, im Bewußt⸗ ſein, unſer luſtiges Univerſitätsleben unbeſchwert fort⸗ ſetzen zu können. Aber ich, ich armer Teufel muß Seemann werden, ich mag wollen oder nicht.“
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