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und müſſe mir von ihm Geſetze vorſchreiben laſſen,
Nein, daraus wird Nichts, da er ſo wenig Zartge⸗ fühl beſitzt, um in ſo geringſchätziger Weiſe ſich über meinen Vater zu äußern, ſo will ich ihm beweiſen, daß meine Abſicht iſt, zu leben, wie mir beliebt.“
Eugen blieb vor dem Tiſche ſtehen und ballte die Fauſt über dem Gelde, während er mit unterdrücktem Zorn murmelte:
„Warum muß ich ſo arm ſein, daß ich ihm nicht dieſes Geld zurückſchicen kann? Ha, es iſt entſetz⸗ lich, Gaben von denjenigen annehmen zu müſſen, welche uns demüthigen!“
Der Brief lautete folgendermaßen:
„Zur Zeit meines Beſuchs bei Deiner Mutter im vorigen Jahr verſprach ich ihr einen Beitrag zu den Koſten Deiner Studien, da ſie zu deren Beſtreitung keinen andern Ausweg hatte, als ihr kleines Gut zu verpfänden. Wie Du ſelbſt weißt, erſparte ich ihr den größern Theil der Ausgaben für Dich im ver⸗ floſſenen Jahre, und ſie wäre deinetwegen nicht das geringſte Geldopfer zu bringen genöthigt geweſen, wenn Du ordentlich und ſparſam gelebt hätteſt. Aber Du biſt, wie Dein Vater, ein ächter Egoiſt. Du haſt nicht nur die von mir ausgeſetzten fünfhun⸗ dert Reichsthaler, ſondern auch verſchiedene kleinere Summen von Deiner armen Mutter durchgebracht und ſollſt noch dazu, wie ich mir habe ſagen laſſen, tief in Schulden ſtecken. Ich erkläre Dir demnach, daß ich, wenn Du Deinen ſchlechten Gewohnheiten nicht entſagſt, meine Hand von Dir abziehe und Deine Mutter wiſſen laſſe, was Du für ein Leben


