Teil eines Werkes 
Die Witwe und ihre Kinder : 1. Band (1864)
Entstehung
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los, oder ich verſetze Ihm Eins hinter die Ohren! brummte Debora, die ſich nur ſehr widerſtrebend im Kreiſe herumdrehen ließ; aber ſie ſchaute dabei den Jüngling ſehr freundlich an, und er lachte, ohne die mindeſte Furcht vor der verheißenen Ohrfeige.

Endlich blieb er ſtehen und ſagte:

Was haſt Du nun davon, daß Du ſieben volle Stunden da geſeſſen biſt und auf mich gewartet haſt? Ich ſchlich mich gerade vor Deiner Naſe in's Haus, und Du haſt mich doch nicht geſehen.

Er iſt mir ein rechter Tanzmeiſter, muß ich Ihm ſagen, und Er verdiente einen tüchtigen Wiſcher da⸗ für, daß Er nicht geſtern gekommen iſt und dadurch heute eine arme Frau verhindert hat, in Gottes Haus zu gehen.

Warum biſt Du nicht hingegangen? Ich habe Dich nicht gebeten, daheim zu bleiben.

Ja, da könnte Er zuſehen! Ich ſoll wohl fort⸗ gehen, wenn Er heimkommt und dann kein ordent⸗ liches Frühſtück findet? Wie kann Er doch ſo dumm herausſchwatzen! Aber halt' Er mich nicht länger mit ſeinem Geplapper auf, denn ich muß Ihm Et⸗ was zum Eſſen herrichten. Er hat, kann ich mir vorſtellen, noch ſeinen guten Appetit wie ſonſt. Ein

wohlgerathenes Kind iſt Er beim Eſſen immerdar

geweſen, und Damit ging Debora hinaus. 3 Eugen wandte ſich lächelnd zu der Mutter. Sie iſt immer noch dieſelbe, ſagte er. Immer dieſelbe warme Anhänglichkeit an uns. »Nun nun, ſie hat ſo gut wie Mutterſtelle bei Dir vertreten, liebe Mama; denn ſie iſt Deine