Thüre klopft!
Ein ſo armes Mädchen, das in aller Eile die Frau eines vermöglichen Mannes wurde und zu einem gewiſſen Rang in der Geſellſchaft gelangte—!“ „Aber es ſoll mit dem hinterlaſſenen Vermögen des Kapitäns ſoſo ſtehen, habe ich ſagen hören,“ ſiel die Stadträthin ein.„Es ſollen beträchtliche Schulden vorhanden ſein, und es wird ſich am Ende noch fragen, ob ſie nicht leer und kahl aus⸗ geht.“
gewiſſen Schadenfreude;„das gäbe dem Hochmuth der ſtolzen Dame einen gewaltigen Stoß;— und es geſchähe ihr ſchon recht, denn hochmüthig iſt ſie von jeher geweſen.“
„Ja das iſt wahr, und der Kleiderſtaat war auch immer zu groß.— Nun, nun, Hochmuth kommt vor dem Fall, und es wäre nicht mehr als gerecht, wenn ſie nun wieder Schule halten dürfte,“ ſagte die Paſtorin.
„Schlimme Wünſche gehen nicht in Erfüllung, liebe Alte,“ ſprach eine männliche Stimme von der Thüre her.
Die erſchreckten Frauen wandten ſich ſchnell um und auf der Schwelle ſtand der Paſtor. Er trat auf ſie zu und ſagte:
„Es wäre chriſtlicher, wenn Sie Theilnahme für die von Sorgen Heimgeſuchte hegten, anſtatt ſich darüber zu freuen, daß ein unſchuldiges und edel⸗ müthiges Weib von Unglück betroffen worden iſt. Wer weiß, wann die Reihe an Sie kommt, und ob nicht das Unglück ſchon morgen an Ihre eigene Was übrigens Frau Ulrici betrifft,
„Was Du ſagſt?“ rief die Doctorin mit einer
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