Zu dieſem Zweck klopfte er an eine Thüre im Thouweg⸗
Ein altes Weib, die da ausſah, wie eine leben⸗ dige Plauderchronik, öffnete die Thüre.
Wäre Arthur nicht ſo jung und unerfahren ge⸗ weſen, ſo hätte der Anblick jener Phyſiognomie ihn dazu bewogen, von allen weiteren Fragen abzu⸗ ſtehen.
Aber jetzt hätte des Teufels Großmutter heraus⸗
treten können, ohne daß er an etwas Anderes ge⸗
dacht, als daran, ſeine Neugierde zu befriedigen.
— Seien Sie ſo gut und ſagen Sie mir, wer hier im Hauſe wohnt?— begann Arthur.
— Ja ſo, der Herr will wiſſen, wer hier wohnt, ach du lieber Gott, da ſind viele Leute. Das heißt, es ſind nicht ſo viele; aber iſt es irgend eine ein⸗ zln⸗ Perſon, über welche der Herr Auskunft haben wi
Die Alte blinzelte den Jüngling forſchend an.
Arthur fiel ganz richtig in die Schlinge, denn er antwortete:
— Ich wünſchte zu wiſſen, ob hier irgend eine Familie mit Töchtern wohnt.
Ja ſo, ich verſtehe, der Herr will über ir⸗ gende ein junges Mädchen Auskunft habe. Jaha, ich begreife. Wie ſoll ſie ausſehen?
— Es iſt ein ganz junges Mädchen, hoch ge⸗ wachſen und ſchlank, mit einem unbeſ ſchreiblich ſchö⸗ nen Geſicht, hoher Stirne und.
— Ja, ja, man hört ſchon, daß der Herr ſi für ſchön hält,— unterbrach ihn die Alte; e


