Teil eines Werkes 
39. Band, David Waldner : Roman : 2. Theil (1867)
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daß Arthur einen Anfall von Geiſtesverwirrung hatte. Er ſtand auf der Grenze des Wahnſinns.

Dagmar drückte die Hand auf die Stirne und fügte hinzu: 4Dieſe Entdeckung war furchtbar und wurde es für mich in noch höherem Grade, als ich meinen Vater gegen Majken äußern hörte:

Sein Zuſtand erinnert mich auf ſchmerzliche Weiſe an Dag⸗ mars Mutter.

Ich ſchlief jene Nacht nicht.

Vor meinen Ohren erklangen Arthurs Worte:Es liegt in unſerem Geſchlecht eine Anlage zur Narrheit. Meine Mutter war irrſinnig geweſen und mehrere in ihrer Verwandtſchaft waren demſelben Unglück anheimgefallen. Dieſes entſetzliche Erbe bezog ſich demnach auch auf mich.

Dieß war der Anfang zu all den endloſen und qualvollen Nächten, welche nun folgten.

Dagmar ſtand auf und machte einen Gang durch den Garten. Ai ſie ihren Platz an Davids Seite wieder einnahm, war ſie ruhig.

Die Urſache zu Arthurs Geiſtesſtörung war in der Kürze folgende: Er war zu ſeinem Vater gekommen, bereit auf einen ſtürmiſchen Auftritt: aber zu ſeiner Beſtürzung fragte der Vater ihn nur:Iſt deine Frau nicht eine Ketzerin? Da Arthur mit Ja antwortete, entfernte ſich der Vater ohne ein Wort und ſchloß ſich in ſeinem Zimmer ein. Am folgenden Morgen fand der Kammerdiener ihn todt im Bette. Der Marquis hatte mehrere Jahre an einem Herzübel gelitten, welches nun, wahrſcheinlich in Folge der ſtarken Gemüthsbewegung, ſeinen Tod herbeiführte.

Arthurs Kummer wurde ſo heftig, daß er ihn von vorn herein dem Wahnwitz nahe brachte. Er klagte ſich an, ſeines Vaters Mörder zu ſein, und als der Großvater in ſeinem Zorne ihn verſtieß und ihm den Tod deſſelben ſchuld gab, wurde es zur firen Idee bei ihm, daß er ſeinen Vater um's Leben gebracht hätte. Verzehrt von Kummer und des Verſtandes beraubt, kam er mit Zoë in Italien an. 3 Während unſeres Zuſammenſeins wechſelte ſein Zuſtand