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Eine ganze Stunde brachte er damit zu, ohne das, was er verloren hatte, wieder zu finden. 4
Als er endlich wieder in den Probſthof kam, war ſein Aus⸗ ſehen düſter und alle ſeine Freude verſchwunden.
Das Schickſal wollte, daß ſich für David dieſen Abend leine Gelegenheit mehr bot, ſeines Verluſtes zu erwähnen. Er beab⸗ ſichtigte dieß auf dem Heimwege zu thun, aber Mathilde fuhr mit ſeiner Mutter, und ſo mußte er es auf den folgenden Tag auf⸗ ſchieben.
VIII.
2 David ſchlief bis in den Morgen hinein; als er in den Speiſeſaal kam, um das Frühſtück einzunehmen, war der Mit⸗
tagstiſch gedeckt, und Mathilde ſaß im Nebenzimmer, in einem:
lebhaften Geſpräche mit Broolind begriffen. Als David dieſelbe begrüßte, fluͤſterte er ihr zu: „Du machſt mich unglücklich, Mathilde, wenn Du dich im Mindeſten um Broolind kümmerſt.“ „Ei, ſei doch nicht kindiſch, David,“ antwortete Mathilde, als Broolind in den Saal hinausging,„Du weißt doch, daß...“ In dieſem Momente fielen Mathilde's Augen auf Davids linke Hand. Der Ring war fort. Sie faßte ſeine Hand und hielt ſie feſt. „Wo haſt Du meinen Ring?“ fragte ſie heftig. „Mathilde, ich hatte das Unglück, ihn zu verlieren; ich....“ „Kein Wort weiter!“ unterbrach ihn Mathilde und eilte hin⸗ weg. Sie ließ ſich den ganzen Tag nicht mehr ſehen, ſondern hielt ſich in ihrem Zimmer eingeſchloſſen.
IX.
„Bleibe,“ bat Arvid am folgenden Morgen, als er in den Pavillon zu Aengsberga trat und Mathilde bei ſeinem Anblick hinwegeilen wollte;„ich habe Dir etwas zu geben, was Du ver⸗ loren haſt.“
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