Teil eines Werkes 
Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 2. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
Einzelbild herunterladen

278

letzte Band gelöst. Wilhelm ſtand am Sterbebette ſeiner Mutter.

Als der Mittſommer mit ſeinem lächelnden Him⸗ mel wiederkehrte, war Broby von ſeinem Beſitzer verlaſſen.

Beim Ordnen ſeiner Papiere vor der Abreiſe hatte er unter denſelben den Brief gefunden, in deſſen Eröffnung er eben begriffen war, als Eſtelle vom Tode getroffen wurde.

Unter dem UÜmſchlag befanden ſich zwei Schrei⸗ ben; das eine, mit dem Siegel von Saint Sue ver⸗ ſchloſſen; das andere von einem Verwandten des Marquis, des Inhalts, daß man unter der Hinter⸗ laſſenſchaft des Verſtorbenen beiliegenden Brief ſammt einem daran befeſtigten Zettel gefunden habe, wor⸗ nach der Marquis ausdrücklich verordnete, daß be⸗ zeichneter Brief nach ſeinem Tode an Frau von Eſtrier geſendet werden ſollte.

Nachdem Wilhelm dieſe Erklärung geleſen hatte, legte er den noch unerbrochenen Brief des Marquis zu ſeinen wichtigſten Papieren und beſchloß, erſt nach ſeiner Ankunft in Paris dieſen Gruß von dem heim⸗ gegangenen Saint Sue an Eſtelle zu leſen.

Am erſten Abend, den er in Paris zubrachte,* nahm er den Brief hervor und betrachtete ihn eine lange Weile, unſchlüſſig ob er ihn vernichten oder öffnen ſollte.

Endlich glaubte er Eſtelle's letzte Worte an ihn zu hören:Ich habe kein Geheimniß mehr vor Dir. Dieß beſtimmte ihn.

» Er erbrach das Wappenſiegel. Der Brief war

deen Tag vor der Abreiſe Saint Sue's von Breſt,