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Lichte ſehen läßt. Hat dieſer Schmuck da Sie glück⸗ lich gemacht?“ ſezte Saint Sue hinzu indem er auf das Ordensband in Wilhelms Knopfloch deutete.
„Ich habe mich ſtolz darauf gefühlt.“
„Bravo, mein Lieber, das war mehr, als ich ſagen kann.“
„Aber Marquis, wollen Sie in vollem Ernſt be⸗ haupten, daß Sie nicht ehrgeizig ſind?“ rief Wilhelm.
„Ich behaupte Nichts, aber es iſt mit dem Ehr⸗ geiz wie mit der Liebe. Ich habe beiden ſo viel geopfert, daß es mir jezt an der Luſt gebricht, ih⸗ nen Etwas zu ſchenken.“
„Warum ſind Sie aber noch immer Militär?“
„Darum, weil es mir Freude macht, mit dem Leben zu ſpielen.“
Der Marquis erhob ſich und ſezte hinzu:
„Leben Sie wohl, lieber Baron; jezt will ich Sie für heute verlaſſen.“
Saint Sue ging, und Wilhelm blieb in Gedanken verſunken ſizen.
Welche Erinnerungen hatte das Wiederſehen des Franzoſen hervorgerufen? An dem wechſelnden Aus⸗ druck in Wilhelms Miene war zu erkennen, daß ſie zugleich bitterer und ſüßer Natur waren. Endlich nachdem er eine Weile ſich denſelben überlaſſen hatte, ſtand er auf und murmelte:
„Unbegreiflich, daß die Jahre nicht vermocht haben, das ſüße Bild zu verwiſchen! Es ſtand ſo lebendig vor meiner Seele da, daß mir dünkte, ich dürfe nur die Arme ausſtrecken, um es zu faſſen..


